Was ist ein Pflegegrad?
Ein Pflegegrad beschreibt, wie stark jemand in seiner Selbstständigkeit eingeschränkt ist. Er wird durch den Medizinischen Dienst (MDK) nach einem Begutachtungsverfahren festgestellt.
Sollte jemand keine Pflegeversicherung haben, übernimmt das zuständige Amt die analoge Pflegegradfeststellung.
| Pflegegrad | Beschreibung | Monatliche Sachleistungen (ambulante Pflegekasse) |
| PG 1 | Geringe Beeinträchtigung | keine Sachleistung |
| PG 2 | Erhebliche Beeinträchtigung | ca. 760 € |
| PG 3 | Schwere Beeinträchtigung | ca. 1.431 € |
| PG 4 | Schwerste Beeinträchtigung | ca. 1.778 € |
| PG 5 | Härtefall | ca. 2.200 € |
Pflegegrad bei Demenz
Demenz ist einer der häufigsten Gründe für einen Pflegegrad. Seit der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade zählt nicht mehr nur der körperliche Hilfebedarf, sondern auch die kognitive und kommunikative Beeinträchtigung. Das heißt: Wer körperlich noch weitgehend selbstständig ist, aber unter Demenz leidet, kann trotzdem einen relevanten Pflegegrad erhalten. Für die Senioren WG ist das wichtig, weil der Pflegegrad die Finanzierung bestimmt – die Pflegesachleistungen und der Entlastungsbetrag fließen in die Betreuungskosten der WG ein. Zusätzlich gibt es für ambulant betreute Wohngemeinschaften einen Wohngruppenzuschlag nach § 38a SGB XI. Mehr zum Thema Demenz-WG.
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